Industriedesign

Design als Marketinginstrument bei Investitionsgütern

Auf dem ersten Blick scheint es wohl wirklich so dass das Styling-Bedürfnis eines Handys zur Emotionsbildung weitaus grösser ist wie die einer CNC-Fräse. Doch wenn man das Industriedesign als Innovationsfaktor und Marketingwerkzeug definiert, so wird diese Fragestellung hinfällig. Mag sein das die Maschine später in einer eher schmutzigen Fabrikhalle oder Baustelle stehen wird, aber der Verkauf findet heutzutage in der Regel im Showroom oder auf dem Messestand statt. Und genau hier zahlt sich dann die Investition in ein professionelles Industriedesign sehr schnell aus. Vor allem in einer so wichtigen Branche wie die des Maschinen- und Anlagenbaus, welche das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildet und weltweit für ihre Funktionalität und ihren Innovationsgrad bekannt ist. Qualität, Präzision, Sicherheit, Ergonomie, Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit, Übersichtlichkeit und Langlebigkeit werden hier mit Investitionsgütern „Made in Germany“ stets in Verbindung gebracht. Und genau hier liegt die Aufgabe des Industrie- und Produktdesigns diese Markenwerte in die ästhetische Gesamterscheinung einfließen zu lassen, und zwar so, das mit dem funktionsgerechten und innovativen Industriedesign eine firmenspezifische Charakteristik entsteht welches zur Funktionalität und zu allen Beteiligten passt. Denn Design ist nicht nur ein Stylinginstrument. Industrie- und Produktdesign müssen die technische Innovation, die Funktion, die Nachhaltigkeit, die Effizienz sowie die Unternehmensphilosophie und -werte nach außen transportieren können und als Marketingwerkzeug den Vertrieb fördern, den Kunden überzeugen und den Anwender durch innovatives Design, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit, auch über das Benutzer-Interface, begeistern. Der durchschlagende Markterfolg vieler Firmen nach der Zusammenarbeit mit Industriedesignern zeigt auf, welche Absatzsteigerungen hierdurch möglich sind. Oft ist auch durch kleinste Eingriffe wie Veränderung der Verkleidungsstruktur oder durch den Einsatz moderner Fertigungsverfahren ein erheblicher Marktausbau möglich, auch bei Nischenprodukten.

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