User Centered Produktdesign

Mit Empathie zu einer erfolgreichen Produktentwicklung

Zu Beginn eines jeden Produktdesign-Projektes muss sich der Designer in erster Linie mit den Grundbedürfnissen des Konsumenten auseinander setzen. Hier reicht es nicht nur den produktspezifischen Funktionsumfang oder zukünftige Trends zu berücksichtigen oder gar zu definieren. Sondern es ist erforderlich über das Customer Journey Mapping die Punkte herausarbeiten, die zu einer Willensentscheidung zum Kauf eines Produktes führen. Als gutes anschauliches Beispiel eignet sich hier das Produkt `Bohrmaschine`. Ein potentieller Bohrmaschinenkäufer möchte in erster Linie keine Bohrmaschine haben. Es ist selten ein Schmuckstück, ist oft sperrig, nach einer Zeit schmutzig und wird in den meisten Fällen selten gebraucht. Was dieser Mensch eigentlich möchte ist vielmehr ein Ergebnis, welches nur aus der Benutzung einer Bohrmaschine resultieren kann. Oft will der potentielle Bohrmaschinenkäufer im Grunde genommen eine Emotion durch ein sorgsam ausgewähltes Bild an der Wand erreichen – mehr eigentlich nicht. Doch diesem ist auch klar das die Anbringung des Bildes erst durch das Bohren eines Loches und in Verbindung mit Dübel und Schraube möglich ist.

Nach dieser Erkenntnis steht der potentielle Kunde im Baumarkt, mit der Vorstellung des aufgehängten Bildes im Geiste, zwischen all den Elektrowerkzeugen. Im Idealfall haben sogar Marketingmaßnahmen schon eine Spur zu der Bohrmaschine gelegt. Aber spätestens jetzt sollte die kompetente Arbeit des Produktdesigners greifen, den Konsumenten überzeugen das genau diese eine Bohrmaschine diesem ermöglicht sein Bild sicher und präzise an die Wand anzubringen und die Kaufentscheidung eine logische und smarte Entscheidung sein wird, und das er genau mit diesem Produkt einen bessere Leistung für sein Geld bekommt als mit den Konkurrenzprodukten. Zu dieser Emotion muss schon die erste Berührung des Produktes führen. Denn was nützt die beste Marketingmaßnahmen und der höchste technische Innovationsgrad eines Produktes, wenn eine billige Anmutung durch die unglückliche Wahl des Materials und der Form den potentiellen Kunden bitter enttäuscht und er sich durch leere Versprechungen im Marketing betrogen fühlt. Das Design eines Produktes wird immer nur dann als gut empfunden, wenn es ehrlich ist und sich mit den Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten auseinandersetzt, denn nur dann kann es diese erfüllen. Ein Kunde ist erst dann zufrieden wenn er sich verstanden fühlt und das Gefühl hat sehr viel für eigentlich wenig Geld bekommen zu haben.

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